Siegesserie hält an
SV Aubing 2 gewinn zum 4. Mal in Folge zu Null
Wer hätte das gedacht? Ehrlich gesagt nur ganz wenige, und wenn überhaupt, dann nur der Trainer. Immerhin war er es, der vor dem Spiel gegen TSG Pasing 12 Punkte aus den nächsten vier Partien holen zu müssen, um dem Klassenerhalt ein Stückchen näher zu kommen. Nun stehen diese vier Siege tatsächlich auf der Habenseiten und die Grün-Weißen blieben dabei in 360 Minuten ohne Gegentreffer. Diese kleine Serie ist das Ergebnis konsequenter Arbeit und auch einem kleinen Quäntchen Glück. Doch das hat bekanntlich nur der Tüchtig und tüchtig war die Mannschaft über die ganze Saison hinweg.
Im Spiel gegen den Tabellennachbarn BSC Sendling kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Nach der Partie war die Frage „Warum diese beiden Mannschaften in der Tabelle so weit unten stehen?“ mehr als berechtigt. Beide Teams begegneten sich mit offenem Visier, zeigten Leidenschaft, schöne Spielzüge und offenbarten dabei nur ganz wenige Schwächen. Mit ein Grund dafür, dass die Partie durch einen Treffer von Michi Bäuml mit einem denkbar knappen 1:0 für den SV Aubing endete.
Am Anfang sah es nämlich gar nicht nach einem positiven Spielverlauf für die Heimelf aus. Die Sendlinger agierten forsch nach vorne und beschäftigten die Aubinger in der Defensive mehr als ihnen lieb war. Trotzdem bot sich Andi Sauer nach acht Minuten ein Hochkaräter zur Führung, die Sendlings Torsteher Alexander Stöger mit einem tollen Reflex zu verhindern wusste. Kurz darauf beinahe das Tor für Sendling, doch der Stürmer verzog knapp. Das war der Muntermacher für Aubing. Die junge Mannschaft brannte ein regelrechtes Feuerwerk in Richtung Sendlinger Gehäuse ab, durfte sich aber beim Mann in Schwarz bedanken, dass er nach einer Viertelstunde ein Handspiel im Aubinger Strafraum nicht ahndete. Fast im Gegenzug köpfte Michi Bäuml eine Ecke von Philipp Menath zum 1:0 ins Tor. Die Grün-Weißen versäumten es nun nachzulegen. Die Gäste zeigten sich aber auch sehr kompakt in der Defensive und verfügten mit Victor Chukwama über einen überragenden Defensivmann, der sich stets auf dem Posten zeigte. Nach Vorne ging für die Sendlinger in dieser Phase des Spiels zu wenig.
Mit dem knappsten aller Resultate wurden die Seiten gewechselt und wieder fand der Gast schneller in die Spur. In der 55. Minute krachte dann ein Freistoß ans Lattenkreuz des von Adam Anil souverän gehüteten Aubinger Gehäuses. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht unverdient gewesen. So blieb es aber beim 1:0, das die Aubinger in der 57. Minute hätten ausbauen können. Robert Bäuml rutschte aber im letzten Moment in aussichtsreicher Position aus, so dass er keinen Druck mehr hinter den Ball bekam. So blieb es ein Spiel auf des Messers Schneide.
Sendling mit meist langen Bällen im Vorwärtsgang und Aubing auf Konter lauernd. Beiden Mannschaften schenkten sich nichts. Bei den Sendlinger fingen 10 Minuten vor Schluss die Kräfte leicht an zu schwinden und Aubing kam wieder ein klein wenig besser ins Spiel. Allerdings agierte man vor allem im Mittelfeld zu ungestüm, so dass sich vor allem im Zentrum des Platzes immer wieder Lücken für Sendling auftaten, die allerdings nicht genutzt werden konnten. Der letzte Pass fand zu selten einen Abnehmer und wenn, dann war ein Aubinger Verteidigerbein zur Stelle.
In der 84. Minute hätte der Schiedsrichter dann für Aubing auf den Punkt zeigen müssen. Robert Bäuml wurde mit einem Ellenbogenschlag im Strafraum von den Beinen geholt und musste mit blutiger Nase ausgewechselt werden. Die Spielfortsetzung Einwurf spottete somit jeglicher Beschreibung. Maxi Schwahn zimmerte mit letztem Einsatz dann den Ball noch an den Innenpfosten des Sendlinger Tores, doch der Ball fand den Weg leider wieder heraus. So blieb es bis in die Nachspielzeit ein vor Spannung knisterndes Spiel. Als der Schiedsrichter dann abpfiff, hatte die Partie einen glücklichen, aber auch einen verdienten Sieger gefunden. Die Aubinger boten eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der sich die beiden Brüder Michi und Robert Bäuml allerdings eine Eins mit Stern verdienten.
Es macht Freude, die junge Truppe spielen und kämpfen zu sehen. Momentan schaut es wieder ganz gut aus für die zu Beginn des Jahres als Absteiger Nummer Eins gehandelten Aubinger. Ausruhen kann sich die Gerl-Elf freilich noch lange nicht, da noch drei Punkte zum Ligaverbleib fehlen. Die sollten möglichst bald geholt werden, um nicht doch noch einmal ins Zittern zu kommen. In jedem Fall wäre der Klassenerhalt nach der verkorksten Vorrunde ein Riesenerfolg.