Unglückliche Heimniederlage
Aubinger „Zweite“ unterliegt FC Hertha mit 1:3
Eine beachtliche Leistung zeigte die 2. Mannschaft des SV Aubing im Spiel gegen den FC Hertha. Der Tabellenzweite aus Sendling hatte sich auf einen Frühjahrsspaziergang beim Tabellenletzten in Aubing eingestellt. Immerhin hatte man das Hinspiel mit 7:0 gewonnen. Die Grün-Weißen erwiesen sich jedoch als Gegner auf Augenhöhe und hielten die Partie lange offen. Letztendlich fehlte in der Offensive allerdings die Durchschlagskraft, um in Führung zu gehen. So entführte der FC Hertha am Ende mehr als glücklich drei Punkte aus Aubing und hat den Aufstieg immer noch vor Augen.
Hoch konzentriert agierten die Grün-Weißen von der 1. Spielminute weg. Die Gäste zeigten sich überrascht vom forschen Auftritt des Tabellenletzten, der eine gesunde Zweikampfhärte an den Tag legte. Im Mittelfeld wurden die Räume gut zugestellt, der letzte Pass in die Spitze war jedoch stets zu ungenau. In der Defensive agierte man sicher. Ferid Gütari organisierte nicht nur im Abwehrzentrum, sondern zeigte auch in der Spieleröffnung seine Klasse. Leider musste Kapitän Simon Kaltenbach bereits in der 7. Minute verletzt vom Feld. Für ihn kam Emanuel Recabarren, der sich nahtlos einfügte.
Nach 20 Minuten dann beinahe die Führung für die Gäste. Maxi Kellner profitierte von einem Missverständnis in der Aubinger Hintermannschaft und lupfte den Ball über Torhüter Markus Zechner, aber auch am Tor vorbei. Nach einer guten halben Stunde tankte sich Andreas Sauer über links außen durch. Seine Hereingabe schnippte Robert Bäuml rechts am Hertha-Tor vorbei. Den Grün-Weißen gelang es, die Gäste vom eigenen Tor weitgehend fern zu halten. Lediglich bei Standardsituationen wurde es für die Aubinger gefährlich. So blieb der Ball nach einer Ecke im Aubinger Fünfmeterraum liegen, ohne einen Abnehmer zu finden. Tim Schneider prüfte kurz vor dem Pausenpfiff Gästetorhüter Andreas Fukerieder, der den Test bestand.
Mit einem leistungsgerechten 0:0 Unentschieden wurden die Seiten gewechselt. Aubing blieb am Drücker und wollte den Sieg unbedingt erzwingen. Andreas Sauer verfehlte das Tor nur knapp und Andreas „Garcia“ Müllers Schuss im Strafraum war zu schwach, um den Weg ins Tor zu finden. Im Gegenzug leistete sich Markus Zechner im Aubinger Gehäuse einen Blackout und der Gästestürmer köpfte aus 11 Metern zum 1:0 für den FC Hertha ins Tor. Es waren gerade einmal 57 Minuten gespielt und noch alles möglich. Wie jedoch schon sooft in dieser Saison nach einem Rückstand passiert, verloren die Aubinger kurz die Orientierung und schon zwei Minuten später zappelte der Ball erneut im Aubinger Gehäuse. Wieder ging diesem Treffer eine Standardsituation voraus.
Die Grün-Weißen steckten nicht auf, versuchten sich wieder heranzukämpfen und den Anschlusstreffer zu erzielen. Der Fußballgott war an diesem Tag aber kein Aubinger. Erst in der 89. Minute gelang Tim Schneider nach einer Hereingabe von Dennis Jaura das 1:2. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, da die Herthaner beinahe im Gegenzug einen Konter zum 1:3 abschließen konnten. Kurz darauf war dann Schluss und der Jubel im Lager der Gäste grenzenlos. Sie wussten, dass sie heute noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen waren und die Aubinger nicht schlechter waren.
Doch so ist es nun einmal im Fußball. Steht man in der Tabelle vorne, gewinnt man eben auch so ein Spiel, wenn auch glücklich. Hinterher fragt sowieso niemand mehr danach. Eine Punkteteilung wäre in jedem Fall das gerechte Ergebnis gewesen. Die Grün-Weißen hatten sich, wie schon sooft in dieser Spielzeit, letztendlich selbst um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Der Trend geht in jedem Fall weiter nach oben, nur müssen langsam auch einmal wieder Punkte eingefahren werden.
Die Zuschauer waren sich in jedem Fall einig, ein gutes Kreisklassenspiel gesehen zu haben, bei dem ein Leistungsunterschied zwischen den beiden Mannschaften nicht zu erkennen war. Mit solch beherzten Leistungen ist der Klassenerhalt für die Aubinger weiterhin möglich. Verstecken braucht man sich mit so einer Leistung vor keinem Gegner, nur die individuellen Fehler müssen abgestellt werden. Im Endeffekt hat sich für die Gerl-Elf an der Lage nichts geändert. Es bleibt dabei, alles ist möglich, nur die Endspiele werden weniger. Das nächste steht am 15. April im Lokalderby bei TSG Pasing an.