SV Aubing

Archiv der Kategorie '2. Mannschaft'

2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 02.04.2012

geschrieben am 2. April 2012 von Hartmut Gerl

Unglückliche Heimniederlage

Aubinger „Zweite“ unterliegt FC Hertha mit 1:3

Eine beachtliche Leistung zeigte die 2. Mannschaft des SV Aubing im Spiel gegen den FC Hertha. Der Tabellenzweite aus Sendling hatte sich auf einen Frühjahrsspaziergang beim Tabellenletzten in Aubing eingestellt. Immerhin hatte man das Hinspiel mit 7:0 gewonnen. Die Grün-Weißen erwiesen sich jedoch als Gegner auf Augenhöhe und hielten die Partie lange offen. Letztendlich fehlte in der Offensive allerdings die Durchschlagskraft, um in Führung zu gehen. So entführte der FC Hertha am Ende mehr als glücklich drei Punkte aus Aubing und hat den Aufstieg immer noch vor Augen.
Hoch konzentriert agierten die Grün-Weißen von der 1. Spielminute weg. Die Gäste zeigten sich überrascht vom forschen Auftritt des Tabellenletzten, der eine gesunde Zweikampfhärte an den Tag legte. Im Mittelfeld wurden die Räume gut zugestellt, der letzte Pass in die Spitze war jedoch stets zu ungenau. In der Defensive agierte man sicher. Ferid Gütari organisierte nicht nur im Abwehrzentrum, sondern zeigte auch in der Spieleröffnung seine Klasse. Leider musste Kapitän Simon Kaltenbach bereits in der 7. Minute verletzt vom Feld. Für ihn kam Emanuel Recabarren, der sich nahtlos einfügte.
Nach 20 Minuten dann beinahe die Führung für die Gäste. Maxi Kellner profitierte von einem Missverständnis in der Aubinger Hintermannschaft und lupfte den Ball über Torhüter Markus Zechner, aber auch am Tor vorbei. Nach einer guten halben Stunde tankte sich Andreas Sauer über links außen durch. Seine Hereingabe schnippte Robert Bäuml rechts am Hertha-Tor vorbei. Den Grün-Weißen gelang es, die Gäste vom eigenen Tor weitgehend fern zu halten. Lediglich bei Standardsituationen wurde es für die Aubinger gefährlich. So blieb der Ball nach einer Ecke im Aubinger Fünfmeterraum liegen, ohne einen Abnehmer zu finden. Tim Schneider prüfte kurz vor dem Pausenpfiff Gästetorhüter Andreas Fukerieder, der den Test bestand.
Mit einem leistungsgerechten 0:0 Unentschieden wurden die Seiten gewechselt. Aubing blieb am Drücker und wollte den Sieg unbedingt erzwingen. Andreas Sauer verfehlte das Tor nur knapp und Andreas „Garcia“ Müllers Schuss im Strafraum war zu schwach, um den Weg ins Tor zu finden. Im Gegenzug leistete sich Markus Zechner im Aubinger Gehäuse einen Blackout und der Gästestürmer köpfte aus 11 Metern zum 1:0 für den FC Hertha ins Tor. Es waren gerade einmal 57 Minuten gespielt und noch alles möglich. Wie jedoch schon sooft in dieser Saison nach einem Rückstand passiert, verloren die Aubinger kurz die Orientierung und schon zwei Minuten später zappelte der Ball erneut im Aubinger Gehäuse. Wieder ging diesem Treffer eine Standardsituation voraus.
Die Grün-Weißen steckten nicht auf, versuchten sich wieder heranzukämpfen und den Anschlusstreffer zu erzielen. Der Fußballgott war an diesem Tag aber kein Aubinger. Erst in der 89. Minute gelang Tim Schneider nach einer Hereingabe von Dennis Jaura das 1:2. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, da die Herthaner beinahe im Gegenzug einen Konter zum 1:3 abschließen konnten. Kurz darauf war dann Schluss und der Jubel im Lager der Gäste grenzenlos. Sie wussten, dass sie heute noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen waren und die Aubinger nicht schlechter waren.
Doch so ist es nun einmal im Fußball. Steht man in der Tabelle vorne, gewinnt man eben auch so ein Spiel, wenn auch glücklich. Hinterher fragt sowieso niemand mehr danach. Eine Punkteteilung wäre in jedem Fall das gerechte Ergebnis gewesen. Die Grün-Weißen hatten sich, wie schon sooft in dieser Spielzeit, letztendlich selbst um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Der Trend geht in jedem Fall weiter nach oben, nur müssen langsam auch einmal wieder Punkte eingefahren werden.
Die Zuschauer waren sich in jedem Fall einig, ein gutes Kreisklassenspiel gesehen zu haben, bei dem ein Leistungsunterschied zwischen den beiden Mannschaften nicht zu erkennen war. Mit solch beherzten Leistungen ist der Klassenerhalt für die Aubinger weiterhin möglich. Verstecken braucht man sich mit so einer Leistung vor keinem Gegner, nur die individuellen Fehler müssen abgestellt werden. Im Endeffekt hat sich für die Gerl-Elf an der Lage nichts geändert. Es bleibt dabei, alles ist möglich, nur die Endspiele werden weniger. Das nächste steht am 15. April im Lokalderby bei TSG Pasing an.

1. und 2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 27.03.2012

geschrieben am 28. März 2012 von Hartmut Gerl

Görlitz-Treffer sichert Punktgewinn

SV Aubing trennt sich von Bad Tölz leistungsgerecht 1:1

Eine Woche nach dem Auftaktsieg in Fürstenfeldbruck (2:0) hatte die 1. Mannschaft des SV Aubing mit dem Tabellennachbarn SV Bad Tölz einen interessanten Gegner zu Gast. Bei einem Sieg wäre man nicht nur bis auf einen Punkt an den Tölzern dran, sondern hätte auch noch vier Punkte zwischen sich und dem Relegationsplatz gelegt. Allerdings musste man, im Gegensatz zur Vorwoche, auf die Routiniers Stefan Paul und Tobi Niklas verzichten, so dass es nicht so leicht werden würde, den gewünschten „Dreier“ einzufahren.
Die Partie zwischen dem Elften und dem Zehnten der Bezirksliga Süd war genau so, wie es der Tabellenstand vermuten ließ: durchschnittlich. Es entwickelte sich zwar eine kampfbetonte Partie, Gefahr für die Strafräume bestand jedoch nicht wirklich. Lediglich bei Standardsituationen kam beiderseits Gefahr auf. Vor dem Seitenwechsel gab es dann auch keinerlei nennenswerte Möglichkeiten für beide Teams. Einzig der Tölzer Klaus Willibald, scheiterte mit einem Kopfball, der sein Ziel verfehlte. Auch Aubings Manuel Helmbrecht wurde, als er alleine auf das Tölzer Gehäuse zulief, mit vereinten Kräften durch die Gästeabwehr abgedrängt.
In der 2. Spielhälfte nahm die Partie dann mehr Fahrt auf, ohne dabei jedoch mit spielerischen Glanzpunkten aufzuwarten. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass beide Mannschaften nur je ein Mal zum Jubeln kamen. Klaus Willibald traf per Kopfball für Tölz und Aubings Winterneuzugang Tim Görlitz glich den Rückstand aus. So trennte man sich am Ende schiedlich friedlich und leistungsgerecht 1:1 Unentschieden.
Die Aubinger mussten am Ende mit diesem Punktgewinn zufrieden sein. Schließlich bestritten sie die Partie in den letzten 20 Minuten mit nur mehr 9 Spielern. Zwei Minuten nachdem Trainer Andreas Koch seinen dritten Wechsel vollzogen hatte, verletzte sich Hysein Öztürk schwer und kurz darauf kassierten die Grün-Weißen dann auch noch eine strittige, aber vertretbare Ampelkarte. Positiv für die Koch-Truppe ist in jedem Fall die Tatsache, dass der Abstand zum Gegner SV Bad Tölz in der Tabelle gleich geblieben ist. Nun steht das Auswärtsspiel in Oberhausen an. Hierbei handelt es sich erneut um ein „kleines Finale“ und solche wird es für die Aubinger noch einige geben, ehe der Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach ist.
Von dem hat sich die „Zweite“ nach der 4:6 Niederlage in Gräfelfing wieder ein klein wenig verabschiedet. In der 1. Halbzeit sahen die Zuschauer eine Partie, die sehr stark in Richtung des Aubinger Gehäuses geführt wurde. Der Gerl-Elf gelang es nur selten, vor das Tor des TSV Gräfelfing zu kommen. Die Hausherren dagegen hatten im 1. Durchgang mehrfach die Möglichkeit zu einem Tor zu kommen. Mit dem Glück des Tüchtigen konnten die Grün-Weißen ihren Kasten freilich sauber halten. Kurz vor der Pause dann eine rüde Attacke des Gräfelfingers Alexander Schmidt, die eine gute Torchance zunichte machte. Der Foulende verletzte sich dabei schwer und wurde für seine Unsportlichkeit einmal auf eine andere Art und Weise bestraft. Kurz vor dem Pausenpfiff pfiff der Schiedsrichter Tobias Rodiek wegen Abseits zurück und stoppte den Aubinger damit irrtümlich auf dem Weg zum Gräfelfinger Tor. So stand es zur Pause 0:0. Etwas glücklich für die Aubinger.
Dafür starteten die Grün-Weißen nach Wideranpfiff furios. Ali Morad zog aus 25 Metern ab und besorgte in der 47. Minute das 1:0. Fortan stürmten die Aubinger ungestüm nach vorne und lagen dadurch in der 55. Minute mit 1:3 im Rückstand. Dennis Jaura (60.) per Foulelfmeter und Florian Bickert (65.) mit einem Traumfreistoß aus 30 Metern egalisierten den Rückstand zum 3:3. Anstatt nun die Ruhe zu bewahren, agierten die Aubinger weiterhin zu hektisch, verloren viele Bälle leichtfertig im Spielaufbau oder durch kuriose Dribblings. Das brachte die Heimelf immer wieder in Schussposition und zu einem 5:3 Vorsprung. Robert Bäuml verkürzte 5 Minuten vor Spielende zum 4:5 und als die Grün-Weißen in der letzten Minute alles nach vorne warfen kassierte man mit einem Konterangriff noch das 4:6. So stand man gegen einen Gegner mit leeren Händen da, der zwar cleverer, aber nicht wirklich besser war.
Das zeigte sich auch in der Anzahl der persönlichen Strafen durch den Schiedsrichter. Während Gräfelfing vier Mal Gelb und ein Mal Gelb-Rot sah, gingen die Aubinger mit weißer Weste vom Feld. Dabei wäre es in der einen oder anderen Situation sicherlich nicht verkehrt gewesen, den körperlichen Einsatz zu erhöhen oder auch einmal zu unfairen Mitteln zu greifen. Der Gegner tat dies schließlich auch. Was fehlte, war ein ruhender Pol in der jungen Aubinger Mannschaft (Altersdurchschnitt 22 Jahre), der die Jungen an der Hand nimmt und sie auf dem Platz führt. Nun muss im Heimspiel gegen den FC Hertha (Sonntag, 01. April 12:45 Uhr) ein Punktgewinn her, um nicht wieder ganz von vorne anfangen zu müssen. Möglich ist das in jedem Fall.

2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 19.03.2012

geschrieben am 19. März 2012 von Hartmut Gerl

Leistungsgerechte Punkteteilung

Jaura-Treffer sichert zumindest einen Punkt für Aubing 2

Die 2. Mannschaft des SV Aubing blieb auch im 2. Punktspiel des Jahres 2012 ungeschlagen. Eigentlich ein Erfolg, möchte man meinen. Da es sich allerdings um eine Punkteteilung gegen einen direkten Konkurrenten um den Abstieg handelte, muss man aber eher von einem Punktverlust sprechen. Betrachtet man die Partie jedoch objektiv, darf man am Ende sogar darüber froh sein, nicht verloren zu haben. Immerhin traf Dennis Jaura erst 15 Minuten vor Schluss zum Ausgleich und echte Tormöglichkeiten waren Mangelware. Momentan ist dieser Punkt vor allem gut für die Moral, kann aber in der Endabrechnung noch ganz wichtig werden.
Das Jahr 2012 läuft in jedem Fall anders, als die Vorrunde. So konnte die Gerl-Elf nun schon zum zweiten Mal in Folge in fast der gleichen Aufstellung antreten, wie in der Vorwoche. Das war in 15 Spielen im Jahr 2011 nie möglich. So durfte man eigentlich erwarten, dass die Mannschaft ähnlich ambitioniert auftreten würde, wie im Auftaktspiel gegen den SV 1880. Das Spiel musste auf dem Aubinger Nebenplatz ausgetragen werden, da der Hauptplatz noch gesperrt war. Für beide Mannschaften ein klares Handicap, da ein geordneter Spielaufbau, ob des holprigen Untergrunds, nur schwer möglich war. Allerdings ist ein kleiner, unebner Sportplatz keine Lizenz dafür, die Laufbereitschaft auf das Nötigste zu beschränken.
Anstatt zu versuchen, das Spiel von hinten heraus ruhig aufzubauen, Kontakte in den eigenen Reihen zu schaffen und dadurch Sicherheit zu gewinnen, drosch man den Ball stets weit in des Gegners Hälfte und hoffte auf den lieben Gott.
Die Lufthoheit hatten zweifelsohne die Gäste aus Solln. So kamen die hohen Bälle postwendend zurück. Im Spiel nach vorne leistete man sich zudem viele hektische Abspielfehler, so dass das Sollner Gehäuse nur selten in Gefahr kam. Im Aubinger Strafraum brannte es dagegen hin und wieder lichterloh. Ein Freistoß in Höhe der Mittellinie brachte dann die Gästeführung. Ein Sollner Stürmer konnte die hohe Hereingabe mit der Fußspitze ins Tor von Markus Zechner verlängern. Die Grün-Weißen wussten keine passende Antwort und so wechselte man mit einem 0:1 Rückstand die Seiten.
In der 2. Halbzeit kamen die Aubinger dann ein bisschen besser zur Geltung, ohne dabei jedoch wirklich zwingend zu agieren. Zudem versäumte man es, obwohl eigentlich taktisch vereinbart, einen Spieler in der Sturmspitze zu postieren, der tatsächlich immer im Strafraum postiert sein sollte. So flogen ein paar Bälle durch den Sechzehner, die einfach keinen Abnehmer fanden.
Eine schöne Einzelleistung von Andy „Garcia“ Müller bescherte den Aubingern dann den Ausgleichstreffer. Unwiderstehlich zog er auf dem rechten Flügel davon. Dennis Jaura drückte seine Hereingabe über die Linie. Von nun an bettelten die Sollner um einen weiteren Gegentreffer, der nicht mehr fallen sollte. So trennte man sich am Ende leistungsgerecht 1:1 Unentschieden.
Die liegen gelassenen Punkte gilt es nun im Auswärtsspiel beim TSV Gräfelfing 2 wieder gut zu machen. Erneut eine spektakuläre Ausgangssituation. Mit einem Sieg wäre man nur mehr drei Punkte von den Gräfelfingern entfernt und die würden, trotz anderer eigener Vorstellung von Trainer Sascha Lauterbach, plötzlich wieder mitten im Abstiegskampf verwickelt werden. Aber um dies zu erreichen bedarf es einer gehörigen Leistungssteigerung der Gerl-Truppe. Möglich ist Alles.

2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 12.03.2012

geschrieben am 12. März 2012 von Hartmut Gerl

Aubinger „Zweite“ gewinnt beim SV 1880

Vier Treffer und das rettende Ufer ist schon wieder in Sichtweite

Eigentlich spricht man von einem Pflichtsieg, wenn der Tabellenführer den Letzten des Klassements zu Gast hat. Die 2. Mannschaft des SV Aubing hat diese Regel ad absurdum geführt. Als Tabellenletzter der Kreisklasse ist das Team in den restlichen 11 Saisonspielen nämlich zum Siegen verdammt, um den Klassenerhalt doch noch verwirklichen zu können. Damit gibt es Woche für Woche nur mehr Endspiele und Pflichtsiege. Der erste gelang der Gerl-Truppe beim SV 1880 München. Mit einem deutlichen 4:1 Sieg ist man wieder auf drei Punkte ans rettende Ufer gekommen.
Auf dem Kunstrasenplatz in Laim entwickelte sich zunächst eine zerfahrene Partie, bei der keine der beiden Mannschaften spielerisch zu überzeugen wusste. Torhüter Markus Zechner bewahrte seine Farben mit einer Glanzparade (8. Minute) vor einem möglichen Rückstand. Tim Schneider schloss dann die erste gute Kombination mit einem 16-Metreschuss an den Innenpfosten des 1880er Tores zur 1:0 Führung (13.Minute) ab. Nun kamen die Aubinger besser ins Spiel, bis der Schiedsrichter auf den Plan trat. Zuerst verweigerte er den Grün-Weißen einen klaren Strafstoß, nachdem Robert Bäuml vom Torhüter von den Beinen geholt wurde. Keine 5 Minuten später entschied der Spielleiter auf Elfmeter für die Heimelf. Vorausgegangen war eine klare Abseitsposition des 1880er Stürmers, der dann im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Das bedeutete den 1:1 Ausgleich nach 28 Minuten und den Verlust der Contenance auf Aubinger Seite. Fortan besann man sich auf das Lamentieren mit dem Schiedsrichter, der immer schlimmer wurde, und auf weite und Hohe Bälle im Spielaufbau. Kurz vor der Pause ging dann auch noch die Brille des Aubinger Defensivspezialisten Christian „Bo“ Peischl zu Bruch und der Referee verweigerte den Aubinger die Auswechslung, weil man so kurz vor der Halbzeit nicht mehr wechselt. Mit dem Pausenpfiff dann beinahe die Führung für 1880. Der Stürmer zielte zum Glück aber am Aubinger Kasten vorbei.
Die Pause musste zum Beruhigend er Gemüter genutzt werden, da der Spielleiter sicherlich nicht besser werden würde. Nach Wiederanpfiff waren die Grün-Weißen dann präsenter. Aggressiv wurde die Zweikämpfe bestritten und der Ball flach gehalten. Sofort kam man zu Chancen. Michi Bäuml war es dann, der das 2:1 (54. Minute) erzielen konnte, in dem er eine Freistoßvorlage über die Linie bugsierte. Von da an waren die Aubinger die dominante Mannschaft, die in der Defensive nicht mehr viel zuließ.
Tim Schneider sorgte mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung (79. Minute) zum 3:1. Damit war bei den 1880ern die Luft endgültig raus und Dennis Jaura besorgte 5 Minuten vor Spielende das 4:1. Letztendlich ein verdienter Erfolg, der auf eine geschlossene Mannschaftsleistung zurückzuführen ist. Es war toll zu sehen, mit welchem Engagement die Mannschaft die Partie anging, um den Klassenverbleib zu erkämpfen. Wie wichtig dabei ein erfahrener Spieler für die „jungen Wilden“ der Aubinger „Zweiten“ ist, zeigte der Einsatz von Andi „Garcia“ Müller, der nicht nur immer wieder gezielte Angriffe inszenierte, sondern derjenige war, an dem sich die Mannschaft immer wieder aufrichten konnte.
Was Tim Schneider ablieferte, war auch vom Allerfeinsten. Ausgestattet mit viel Selbstvertrauen und einer überragenden Schusstechnik traf der Stürmer, nimmt man die beiden Vorbereitungsspiele dazu, in drei Partien insgesamt sieben Mal. Eine vortreffliche Quote für einen Stürmer. Ein Sonderlob verdiente sich auch noch Kapitän Simon Kaltenbach, der den besten Stürmer der Heimelf zum Statisten degradierte.
Es war ein Schritt in die richtige Richtung und der Nichtabstiegsplatz ist auch wieder in Sicht. Nun steht allerdings mit dem TSV Solln 2 ein Heimspiel an, das unbedingt gewonnen werden muss, damit der Auswärtssieg beim SV 1880 München nicht wertlos war und man wieder von vorn anfangen muss. Das Potential ist in jedem Fall vorhanden, die restlichen Partien erfolgreich zu bestreiten. Man darf nur nicht glauben, dass es zum Selbstläufer wird, weil jetzt einige Kräfte im Kader stehen, die diesem noch mehr Qualität verleihen. Körperlich ist die Mannschaft auf der Höhe, was sich beim Auftritt bei SV 1880 zeigte. Es bleibt zu hoffen, dass nun auch der Letzte kapiert hat, dass die Party erst nach den Spielen gefeiert werden kann. Wie schön das ist, zeigte die Mannschaft am letzten Samstag, nachdem der erste „Dreier“ des Jahres 2012 eingefahren war.

2. Mannschaft: Bericht der ANZ zum Rückrundenstart

geschrieben am 6. März 2012 von Hartmut Gerl

Siegesserie gefragt

Aubinger „Zweite“ geht auf Punktejagd

Nachdem man die Vorrunde als Tabellenletzter beendet hat, steht die 2. Mannschaft des SV Aubing nun unter Zugzwang. Vom rettenden Ufer trennen die Grün-Weißen derzeit fünf Punkte. Bei noch 11 ausstehenden Partien eine durchaus lösbare Aufgabe, noch dazu, wo man in der Hinrunde oft nur knapp unterlegen war. Allerdings darf man auch nicht zu euphorisch sein, da viele Spiele durch Unkonzentriertheit und Naivität verloren gingen und sich ein Lerneffekt danach nicht wirklich einstellte. Die Vorbereitung verlief zudem auch alles andere als zufriedenstellend. Der Winter verhinderte es, sich in Testspielen zu beweisen. Lediglich gegen den FC Alte Haide 2 konnte man bislang die Kräfte messen. Am Samstag, 10. März, geht es nun zum SV 1880 München und schon ein kleines bisschen um die viel besagte Wurst.
Mit einem „Dreier“ wäre man nicht nur wieder bei den Leuten, sondern hätte auch ein entsprechendes Ausrufezeichen gesetzt. Wahrlich keine leichte Aufgabe, aber machbar. Immerhin befindet man sich seit dem 19. Januar schon wieder im Training, das zumeist allerdings aus „Kicken im Schnee“ und Laufen bestand. Ein fußballspezifisches Training war, ob der Bodenverhältnisse, nur selten möglich. Der Kader ist im Großen und Ganzen gleich geblieben.
Mit Dennis Jaura steht freilich wieder eine echte Verstärkung zur Verfügung, der die junge Mannschaft nicht nur spielerisch verstärken, sondern mit seinem Ehrgeiz auch motivieren kann. Leon Fröhlich, in der Vorrunde wegen einer unglaublichen Regel des Deutschen Fußballverbandes nur zum Trainieren verurteilt, kann endlich ebenfalls eingesetzt werden und der Truppe einen Kick geben. Mit Julius Schöning (aus Stade) und Tobias Hänle (zurück aus Shanghai) gibt es zwei weitere Alternativen, um den Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders ein klein wenig anzustacheln. Sollte Tobias Rodiek, im Gegensatz zur Vorrunde, gesund bleiben, steht ein weiterer spielstarker Mittelfeldrenner bereit, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
So muss einem eigentlich nicht bange sein. Gefragt ist der entsprechende Wille, das Ruder herumzureißen, um nicht in die Geschichte der Aubinger Fußballabteilung als „die Absteiger“ einzugehen. Bis dies allerdings so weit ist, rollt der Ball noch 990 Minuten. Hoffentlich weg vom Aubinger in des Gegners Gehäuse. Hilfreich kann es auch sein, dass die 1. Mannschaft wieder auf einige Langzeitverletzte zurückgreifen kann, so dass fortan die eine oder andere Verstärkung von „Oben“ dazukommt, die bislang nicht möglich war.
Die Zuversicht, den Klassenerhalt zu verwirklichen, ist in jedem Fall noch gegeben. Das Potential dazu ebenfalls vorhanden, es muss nur abgerufen werden. Wie es gelingt, wird sich zeigen. Die Stimmung in der Mannschaft ist jedenfalls gut und der Zusammenhalt auch. Das sind schon beste Voraussetzungen für den Erfolg. Und wie sagte der Trainer bereits nach dem 1. Saisonspiel (2:7 bei Sentilo)? „Die Toten zählt man erst nach der Schlacht!“ Und tot sind die Grün-Weißen noch lange nicht.