Remis beim ESV München 2
Aubinger „Zweite“ auf dem Weg zum Klassenerhalt
Nach vier Siegen in Folge hätte die 2. Mannschaft des SV Aubing im Spiel beim ESV München 2 den Sack zu machen und Klassenerhalt endgültig sichern können. Ein überheblicher und pomadiger Auftritt reichte jedoch nicht zum Sieg gegen einen an diesem Tag schlagbaren Gegner. So bekamen die Zuschauer von beiden Mannschaften Magerkost geboten und trennten sich am Ende verdient 2:2 Unentschieden.
Dabei erwischten die Grün-Weißen beinahe einen Auftakt nach Maß. Tim Schneider zimmerte nach 13 Minuten einen Freistoss ins Tor des ESV München, nachdem der agile Robert Bäuml unsanft von den Beinen geholt worden war. Das war es dann aber auch schon von Aubinger Seite. Man beschränkte sich nur mehr auf das Allernötigste, ließ die erforderliche Körpersprache und Engagement vermissen, so dass die Heimelf immer besser ins Spiel fand. Torhüter Anil Adam verhinderte mit einer Glanztat den 1:1 Ausgleich, der jedoch nach 25 Minuten fällig war. Ein Weitschuss schlug unhaltbar und vollkommen verdient im Aubinger Gehäuse ein. Das war der erste Gegentreffer für die Grün-Weißen nach beachtlichen 391 Spielminuten. Es sollte aber nicht der letzte sein an diesem Tag. Michi Bäuml köpfte den Ball nach einer Ecke am kurzen Pfosten vorbei, mehr war in der Offensive nicht geboten.
Anders der ESV München, der engagiert zu Werke ging. Markus Klix warf sich kurz vor der Pause in die Flugbahn eines Schusses und verhinderte Schlimmeres. Das hätte er sich sparen können, denn beinahe mit dem Pausenpfiff kam es zur 2:1 Führung. Ein zweifelhafter Freistoss segelte in den Fünfmeterraum, Torhüter Anil Adam bekam das Spielgerät nicht richtig zu fassen und ein ESV-Stürmer staubte ab. Wieder war es der Aubinger Hintermannschaft nicht gelungen, den zweiten Ball zu klären. Mit hängenden Köpfen schlichen die Grün-Weißen in die Kabine.
Man hatte sich zwar einiges vorgenommen für den 2. Speilabschnitt, gelingen wollte allerdings nur wenig. Es zeigte sich deutlich, dass man den Schalter nicht so einfach wieder auf Betriebstemperatur umlegen kann, wenn man eine Halbzeit arrogant im Tiefschlaf spielt. Man bekommt beim Fußball eben nichts geschenkt. Ausnahme, man spielt gegen Aubing 2. So blieben die ESVler auch nach Wideranpfiff zunächst am Drücker, kamen freilich nicht zu zwingenden Chancen. Lediglich drei Versuche aus der Distanz strichen am Aubinger Tor vorbei. Langsam bekamen die Grün-Weißen dann Oberwasser. Nach einer Stunde lag Maxi Würz waagrecht in der Luft und wuchtete einen Eckball per Seitfallzieher auf das Tor des ESV München. Der Ball hätte wohl den Weg ins Gehäuse gefunden, Robert Bäuml ging jedoch auf Nummer sicher und drückte zum 2:2 Ausgleich ein.
Nun zeigte die Gerl-Elf Charakter und versuchte dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Dem ESV schwanden nun die Kräfte. Hinten standen die Aubinger nun sicher, versäumten es aber den entscheidenden Pass in die Spitze rechtzeitig oder genau zu spielen. Tim Schneider drosch in der 88. Minute einen Freistoss aus 35 Metern auf das ESV Tor. Der Torhüter konnte diese Granate nur mit Mühe zur Ecke klären. So blieb es letztendlich beim leistungsgerechten Unentschieden, der für die Aubinger der Punkt zur Glückseligkeit sein kann. Mit dem FC Kosova und Planegg warten nun zwei Mannschaften, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Kreisliga machen. Ein Punkt aus zwei Spielen muss noch her, falls die Gegner ihre beiden noch ausstehenden Partien gewinne sollten.
In jedem Fall möchten die Grün-Weißen nichts dem Zufall überlassen und die nötigen Punkte aus eigener Kraft holen. Möglich ist das allemal.