SV Aubing

Archiv der Kategorie '2. Mannschaft'

2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 28.11.2011

geschrieben am 1. Dezember 2011 von Hartmut Gerl

Magerkost in Aubing

“Zweite” überwintert als Tabellenletzter

Eigentlich wollte man eine ruhige Saison spielen. Das ist auch weiterhin möglich, da die 2. Mannschaft des SV Aubing mit 6 Punkten aus 15 Spielen das Tabellenende ziert und mit der roten Laterne in Händen überwinter muss. Sollten die ersten zwei Spiele nach der Winterpause erneut verloren gehen, kann ma sich zurücklehnen und für den Wiederaufstieg aus der A-Klasse planen. Aber noch ist es nicht so weit, doch darf nicht mehr viel passieren, wenn dieses Horrorszenario nicht doch Wirklichkeit werden soll. Engagement darf man den Grün-Weißen nicht absprechen, aber die spielerischen Fähigkeiten sind einfach zu begrenzt, um einen Gegner in die Enge zu treiben. Das zeigte sich auch im letzten Spiel des Jahres 2011, in dem man förmlich mit dem letzten Aufgebot auf Punktejagd gehen musste.
In der ersten Viertelstunde nahmen sich die beiden Mannschaften nichts in spielerischer Magerkost. Beide Teams trabten und bolzten harmlos über den Platz. Als dann Andreas Rahm seiner Mannschaft ein Deja Vu – auch in der Vorwoche zeigte er sich als Fan des schwedischen Nationalverteidigers Lars Tragl – und drosch im eigenen Strafraum über den Ball. Dieses Geschenk ließ sich die DJK Würmtal nicht entgehen und netzte zum 1:0 ein. Drei Minuten später lag der Ball dann schon wieder im Aubinger Gehäuse. Torhüter Franz Seeholzer war erneut machtlos. Ein brutaler Stellungsfehler in der Hintermannschaft bescherte das 0:2. Das war des Guten eindeutig zu viel.
Trainer Hartmut Gerl wechselte sich, entgegen all seiner Bedenken über so einen Einsatz, selbst ein, um von der Liberoposition aus seine Spieler, die bis zu diesem Zeitpunkt wie ein Hühnerhaufen agierten, ein bisschen besser dirigieren zu können. Die Ordnung im Spiel wurde nun besser, was auch an den Gästen lag, die sich, ob des sicheren Vorsprungs eine Auszeit gönnten. Fabi Weis hätte dann eigentlich den Anschlusstreffer erzielen müssen, vergab allerdings mutterseelenallein vor dem Gästetor. So ging man mit einem 0:2 in die Halbzeit, war aber nicht chancenlos. Zumindest vermittelten die Würmtaler an diesem Tag nicht unbedingt das Gefühl eine überragende Leistung abliefern zu können.
Das taten die Aubinger zwar auch nicht, aber die Einsatzbereitschaft konnte einen kleinen Hoffnungsschimmer wecken. So ging man konzentriert zu Werke, ohne das gegnerische Tor jedoch in Gefahr bringen zu können. So plätscherte die Partie vor sich hin. Eine Viertelstunde vor Schluss wagte der Libero dann einen Vorstoß in des Gegners Hälfte, der folgenschwer enden sollte. Trotz klarer Absprache kassierte man ein Kontertor. Dieser Treffer spiegelt das Dilemma der Mannschaft wider. Manche Akteure sind einfach nicht in der Lage zuzuhören andere wiederum nicht, die Vorgaben umzusetzen. Mit dem 3:0 war die Partie dann auch gelaufen.
Franzi Seeholzer konnte zwar mit einem Elfmetertor (Marc Weiss war im Strafraum mit einem Foul gebremst worden) auf 1:3 verkürzen, doch schon kurz danach traf Würmtal zum 1:4. Toni Schneider konnte dann noch Ergebniskorrektur betreiben und kurz vor Spielende auf 2:4 zu stellen. Mit dem Schlusspfiff war dann doch die Ernüchterung eingekehrt, wohl doch keine ruhige Saison spielen zu können. Schließlich wollte man mit 9 Punkten überwintern. Das rettende Ufer ist zwar “nur” 5 Punkte enternt, doch die muss man erst einmal holen. In der Rückrune steht dann jedoch wieder mehr Personal zur Verfügung, so dass viel echt im Spiel nach vorn doch noch der Knoten aufgeht.
Trotz dieser desaströsen Hinrunde ist die Mannshaft in Takt und zeigt Moral. Die Trainigsbeteiligung ist überdurchschnittlich. Es gibt in der Kreisklasse sicherlich nur sehr wenig Mannschaften, bei denen zwei Mal die Woche 20 Mann im Training sind. Allerdings fehlen den Aubingern einfach zwei abgezockte Spieler, die den jungen Akteueren die nötige Sicherheit geben und sie führen können. Abgerechnet wird jedoch erst am Schluss, also am 26. Spieltag. Ein Nichtabstieg in dieser Situation kommt wohl einer Meisterschaft gleich und kann für die Zukunft ein einschneidendes Erlebnis werden. Möglich ist in jedem Fall noch Alles.

1. und 2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 21.11.2011

geschrieben am 21. November 2011 von Hartmut Gerl

1:2 Niederlage beim Tabellenführer

Danzer-Tor reicht nicht zum Punktgewinn für SV Aubing

Vor einem Jahr standen die Vorzeichen noch genau andersrum, als der SV Aubing auf den SV Planegg traf. Die Grün-Weißen zierten die Tabellenspitze, während die Planegger in den Niederungen der Tabelle dümpelten. Das Ergebnis bleibt aber das Gleiche. Für die Koch-Elf gab es auch in diesem Jahr in Planegg keinen Blumentopf zu gewinnen. Mit einer schmeichelhaften 1:2 Niederlage durften sich die Aubinger auf den Heimweg machen und waren damit, ob der mangelhaften Chancenverwertung der Heimelf, noch gut bedient. Nach dieser Partie verbleibt man auf dem Relegationsrang, auf dem man wohl überwintern wird, sollte im letzten Spiel des Jahres 2011 gegen den TSV Grünwald nicht doch eine Überraschung gelingen.
Insgesamt brachten die Aubinger in Planegg einfach zu wenig. Die Heimmannschaft wirkte spritziger und hatte wesentlich mehr Zug zum Tor. So durften sich die Grün-Weißen bei ihrem wieder genesenen Torhüter Sebastian Schulz bedanken, dass es nicht bereits in der Anfangsviertelstunde zu einem Rückstand kam. 18 Minuten waren gespielt, als dann doch endlich die Führung für die Hausherren fiel. Felix Hirschnagel hatte einen weiten Flankenball in die Strafraummitte geschlagen, Daniel Christ durchgelassen und Martin Bauer aus kurzer Distanz eingeschoben. Planegg blieb die aktivere Mannschaft und kam so auch in der Folge zu einer Vielzahl an Möglichkeiten. In der Offensive ging so gut wie nichts. Lediglich in der 40. Minute ergab sich eine gute Freistoßsituation, doch der Versuch aus 18 Metern ging knapp daneben.
So ging man mit einem knappen Rückstand in die Halbzeit. Nach dem Wechsel konnten die Aubinger das Geschehen dann etwas ausgeglichener gestalten. Trainer Koch hatte seine Allzweckwaffe, Kapitän Matthias Danzer, in den Sturm beordert.  Diese Maßnahme zahlte sich in der 64. Minute aus Bei einem Freistoß von der Mittellinie behinderten sich zwei Planegger gegenseitig, Matthias Danzer schnappt sich die Kugel und vollendete aus halbrechter Position aus zehn Metern ins lange Eck. Kurz zuvor hatte bereits Andreas Müller Planeggs-Keeper Träger mit einem strammen Schuss geprüft, doch der Schlussmann lenkte die Kugel über die Latte (48.). Ein toller Antritt des ehemaligen Aubingers Felix Hirschnagel brachte dann die Entscheidung. Seine Hereingabe netzte Thomas Meyer zum 2:1 Siegtreffer ein.
Letztendlich geht der Erfolg für den Tabellenführer in Ordnung. Planegg hätte durchaus auch 3:1 oder 4:1 gewinnen können, da die individuelle Klasse der Spieler auf Seiten der Gastgeber deutlich besser war. Auf Aubinger Seite konnte neben Kapitän Matthias Danzer und Torhüter Sebastian Schulz lediglich noch Nachwuchstalent Daniel Koch gefallen. Im Spiel gegen Grünwald (Sonntag, 27. November, 14.30 Uhr) müssen die Kräfte noch einmal gebündelt werden, um doch noch einen positiven Jahresabschluss zu erfahren.
Die „Zweite“ hatte mit dem SV Sentilo-Blumenau eine Spitzenmannschaft der Kreisklasse Süd zu Gast. Bereits in der ersten Viertelstunde hätten die Gäste mindestens drei Tore erzielen müssen, scheiterten aber stets am Aubinger Torhüter Michael Fleck. Der Torwart-Oldie war kurzfristig für den an den Mandeln operierten Anil Adam eingesprungen und zeigte sich das ganze Spiel über als Meister seines Fachs. Nach 18 Minuten lag der Ball aber dann doch im Aubinger Tor. Andreas Rahm hatte ein sauberes Tragl geschlagen, also den Ball verfehlt, und der Gästestürmer schob den Ball überlegt in die lange Ecker des Tores.
Am Einsatzwillen mangelte es der Gerl-Truppe wahrlich nicht, aber wieder einmal an Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit. So brachte es Fabi Weis zustande den Ball nach 35 Minuten am leeren Tor vorbei zu schießen. Die Blumenauer blieben zwar gefährlich, ließen in ihren Bemühungen, das Spiel zu entscheiden immer mehr nach. So erkämpften sich die Aubinger zwar ein Übergewicht, leisteten sich im Spielaufbau aber viel zu viele einfache Fehler.
Nach dem Seitenwechsel warfen die Grün-Weißen dann ihr ganzes Engagement in die Waagschale. Die Chancen hatten aber zunächst die Gäste. Das änderte sich erst nach einer Stunde. Andreas Sauer köpfte am Winkel des Gästetores vorbei, Marc Weiß versagten gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position die Nerven. So kam es, wie es sich in den letzten Wochen stets wiederholt. Die Blumenauer setzten in der Schlussminute einen Konterangriff zum Endstand von 2:0 ins Aubinger Tor.
Wieder standen die Grün-Weißen mit leeren Händen da. Die Einstellung stimmte, aber letztendlich reicht die Klasse derzeit nicht, um gegen eine abgezockte Mannschaft bestehen zu können. Den jungen Wilden fehlt einfach ein erfahrener Leitwolf, der auf dem Platz für Ordnung sorgt und das Zepter in die richtige Richtung schwingen kann. So muss man weiterhin auf den Lerneffekt und einen Heimsieg gegen DJK Würmtal hoffen, damit der Abstand zum rettenden Ufer nicht schon im Jahr 2011 uneinholbar ist.

2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 13.11.2011

geschrieben am 13. November 2011 von Hartmut Gerl

Bittere 3:6 Niederlage in Planegg

Aubinger „Zweite“ beendet Vorrunde als Tabellenletzter

Eine gute Figur machte die 2. Mannschaft des SV Aubing beim Tabellenführer SV Planegg 2. Bis zur 60. Minute hielt man ein etwas glückliches Unentschieden. Die Hausherren hatten ihre Schussstiefel nicht richtig geschnürt, verschossen die besten Einschussmöglichkeiten und spielten den letzten Pass nicht genau. Während die Aubinger gut dagegen hielten, im Spiel nach Vorne aber weiterhin große Defizite hatten. So war es nicht weiter verwunderlich, dass der Spitzenreiter bereits nach 9 Minuten per Kopf in Führung ging. Marc Weiss netzte nach einer Viertelstunde einen Diagonalpass von Francesco Poello zum 1:1 Ausgleichstreffer ein. Die Planegger blieben aber am Drücker. Als der Schiedsrichter nach einer halben Stunde unberechtigt auf den Punkt zeigte, rückte wieder einmal Torhüter Anil Adam in den Mittelpunkt. Er hielt den vom ehemaligen Aubinger Michi Ettl geschossenen Strafstoß, blieb ob seiner Rettungstat jedoch einfach sitzen und verwirrte den Schützen damit beim Nachschuss so, dass dieser unbedrängt vorbeischoss.
Immer wieder drängten die Planegger auf das Aubinger Tor, kamen dabei jedoch nur mehr zu einer brillanten Möglichkeit, die Maxi Hinz (auch ein Ex-Aubinger) vergab. So wurden die Seiten mit einem 1:1 Unentschieden gewechselt. Nach dem Wechsel versäumten es die Planegger binnen zwei Mal in Führung zu gehen. Die Aubinger standen in einer guten Ordnung, die sie gerne weiter gehalten hätten. Der Schiedsrichter hatte freilich was dagegen und schickte Simon Kaltenbach mit Gelb-Rot zum Duschen. Eine umstrittene Entscheidung, da kein Handspiel vorlag, sondern der Ball im Fallen mit dem Kopf ins Aus befördert wurde. Diese Hinausstellung war der Knackpunkt der Partie.
Kurzzeitig verlor die von Nick Runge gut organisierte Deckung den Überblick und die Hausherren nutzten diese Unstimmigkeiten zu zwei Toren innerhalb von drei Minuten. Tim Schneider, der an diesem Tag beste Aubinger Akteur, hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern zum 2:3 in das Planegger Gehäuse. Es wäre noch ausreichend Zeit gewesen, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Allerdings schwanden bei einigen Akteuren, die sich mit einem Zechgelage auf dieses Spiel vorbereitet hatten, die Kräfte und bereits drei Minuten nach dem Anschlusstreffer zappelte der Ball schon wieder im Tor von Anil Adam und der alte Abstand war wieder hergestellt.
Eine Viertelstunde vor Spielschluss dann die wohl endgültige Entscheidung zum 5:2. Marc Weiss staubte nach einem Freistoß von Francesco Porello aus 40 Metern zum 3:5 ab, ehe den Planeggern fünf Minuten vor Spielende der Endstand zum 6:3 gelang. Ein durchaus couragierter Auftritt der jungen Aubinger Mannschaft, die gegen einen schnell spielenden, aber in der Defensive durchaus verwundbaren Gegner eine verdiente Niederlage hinnehmen musste.
Mit 6 Punkten aus einer verkorksten Vorrunde ziert die Gerl-Elf weiterhin das Tabellenende und wird dieses wohl kaum mehr verlassen können. Manche Spieler haben einfach kein Kreisklassenniveau und andere die es hätten, bevorzugen eine eher unangemessene Spielvorbereitung. Traurig an dieser Misere ist zweifelsohne, dass bis auf Kosova und Planegg keine Mannschaft wirklich besser war, als die Grün-Weißen. Nur wussten die Gegner die Tugenden, die erforderlich sind, um ein Fußballspiel zu gewinnen, an den Tag zu legen. Bei den Grün-Weißen waren jedoch keinerlei Lerneffekte zu erkennen und was noch viel schwerer wiegt, war der Spielausgang einigen Spielern offensichtlich egal. Zumindest ließ dies der gezeigte Frohsinn nach einem verloren Spiel vermuten.
Aber es ist noch nicht aller Tage Abend und der Abstand zum rettenden Ufer auch nicht so groß. Die Phase des Kennen lernen und Experimentieren ist jetzt zumindest vorbei. In den zwei noch ausstehenden Rückrundenpartien gegen Sentilo-Blumenau und Würmtal müssen Punkte gesammelt werden. Für den ein oder anderen Akteur ist in jedem Fall die Stunde der Wahrheit gekommen. Für manche ist nach diesen beiden Spielen die Saison zu Ende, falls der Einsatz und die Vorbereitung auf diese Partien nicht entsprechend sind. Gilt doch Trainer Gerl als Meister der Vernichtung von Spielerpässen bei nicht ausreichender Leistung. Das gab es in Aubing bislang noch nicht und es muss auch nicht sein. Allerdings stehen gerade bei den Partylöwen alle Anzeichen dafür, dass sie im Jahr 2012 nicht mehr zum Kader gehören werden.

1. und 2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 08.11.2011

geschrieben am 8. November 2011 von Hartmut Gerl

Kleines Erfolgserlebnis für Aubing

Koch-Elf holt in Oberweikertshofen einen Punkt

Am ersten Spieltag der Rückrunde stand mit dem SC Oberweikertshofen eine als Topmannschaft gehandelte, aber weit hinter den Erwartungen zurückgebliebene Mannschaft als Auswärtsgegner für die 1. Mannschaft des SV Aubing auf dem Papier. Wahrlich wieder ein schwieriger Auftrag für die arg gebeutelte Koch-Truppe. Allerdings muss man sich wohl langsam daran gewöhnen, dass der Kader in absehbarer Zeit wieder durch Rückkehrer von der Verletztenliste ergänzt werden kann. Im Gegenteil, die Misere hält dauerhaft an und vielleicht täte man gut daran, die Mannschaft in der Winterpause mit dem ein oder anderen Spieler aufzufrischen. Auch wenn die Spieler weiterhin willig und der Trainer immerhin ein absoluter Fachmann ist, bleibt offensichtlich, dass einige Akteure noch nicht so weit sind, um dauerhaft in der Bezirksliga ihren Mann stehen zu können.
So bekamen die Zuschauer in Oberweikertshofen erneut einen durchwachsenen Auftritt der Koch-Truppe zu sehen. Allerdings zeigten sich auch die Hausherren nicht wirklich auf der Höhe des Geschehens. So entwickelte sich eine eher schwache erste Halbzeit, in der die Grün-Weißen dennoch die bessere Mannschaft und einer Führung näher waren als Heimelf. . Nach einem Abstimmungsfehler in der SCO Hintermannschaft verpasste es die Aubinger aber den Führungstreffer zu erzielen.
Die Koch-Elf agierte aus einer sicher stehenden Defensive und ließ die Hausherren nicht ins Spiel kommen. Sie versuchten den Spielaufbau der Oberweikertshofener schon früh zu stören. Daher kam kein richtiger Spielfluss zustande, was den Aubingern in die Karten spielte, denn so kamen sie immer wieder durch Standards gefährlich vor das Tor. So hatten die Grün-Weißen ihren Gegner gut im Griff. Die Seiten wurden dennoch mit einem torlosen Unentschieden gewechselt.
Nach der Pause erhöhten die Hausherren das Tempo und ließen den Ball gut laufen. Die Aubinger beschränkten sich fast ausschließlich auf das Verteidigen. Mit ein bisschen Glück in der 55. Minute, als ein Kopfball der Oberweikertshofener an den Pfosten ging, konnte in der 65. Minute die zwischenzeitliche 1:0-Führung bejubelt werden. Nach einer Freistoßflanke von Fehmi Sevinc segelte der Oberweikertshofener Torwart am Ball vorbei und der freistehende Daniel Koch drückte den Ball über die Linie. In der 76. Minute fiel das 1:1 nach einem unglücklich abgefälschten Distanzschuss, den Oberweikertshofens Spielertrainer Florian Hönisch abgegeben hatte. Damit waren die Highlights dieses Spiels auch schon vorbei und man trennte sich schiedlich und friedlich mit 1:1. Sicherlich ein Punktgewinn für die Grün-Weißen.
So sah es auch der Aubinger Trainer Andreas Koch “In meinen Augen ist der Punkt in Ordnung. In der ersten Hälfte hatten wir den Gegner gut im Griff, zudem hätten wir mit drei bis vier guten Konterchancen die Führung erzielen können. Die zweite Hälfte geht klar an Oberweikertshofen. Wenn hier das 1:0 für die Heimelf fällt, wäre das Spiel gelaufen gewesen. Mit dieser Punkteteilung rutschte man in der Tabelle auf einen direkten Abstiegsplatz, den man mit einem Erfolg im Heimspiel gegen Phoenix München wieder verlassen kann.
Diesen hat die 2. Mannschaft seit Wochen inne. So durfte man auch im Spiel gegen den FC Kosova nicht unbedingt auf einen Punktgewinn hoffen. Die Aubinger mussten einige verletzte bzw. gesperrte Spieler ersetzen, gingen aber mit einer couragierten Einstellung ins Spiel. Die Zweikämpfe wurden angenommen und auch die Laufbereitschaft stimmte. In der siebten Minute hatten die Aubinger Glück, dass der Schiedsrichter einen Foulelfmeter nicht gab. In den folgenden Minuten kam Aubing stärker unter Druck, sodass Torhüter Anil Adam einige Male gefordert wurde. Er hielt seinen Kasten aber sauber. In der 28. Minute war er allerdings machtlos, Aubing geriet mit 0:1 in Rückstand. Das war der 13. Gegentreffer, der nach einer guten halben Stunde Spielzeit fiel.
Wer jedoch dachte, das war `s, der hatte sich getäuscht. Die Gerl-Elf zeigte Moral und kurz vor der Pause lief Tim Schneider allein aufs Tor zu. Seinen Schuss aus 18 Metern hielt der Torhüter jedoch sicher. Nur eine Minute später hatte Aubing durch Andreas Rahm eine weitere Gelegenheit zum Ausgleich. Der platzierte Schuss konnte jedoch in letzter Sekunde für den bereits geschlagenen Torhüter von einem Abwehrspieler von der Linie geschlagen werden. So ging man mit einem 0:1 Rückstand in die Pause.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften. In der 63. Minute scheiterte der eingewechselte Mark Weiss mit einer guten Direktabnahme. Zwei Minuten später gelang Kosova ein Lattentreffer. In der 70. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Aubinger Angriff auf Abstoß. Kosova zeigte sich jedoch fair und korrigierte den Unparteiischen auf Eckball. Diesen beförderte Sebastian Sterr zum 1:1 per Kopfball ins Netz.
Während die Grün-Weißen noch jubelten, lag der Ball schon zum 1:2 im Aubinger Tor. Ein echter Wahnsinn, der sich zum fünften Mal in dieser Saison wiederholte. Die Aubinger ließen sich nicht hängen und zeigten weiterhin großes Engagement. So ging es weiter rauf und runter. Aubing entblößte immer mehr die eigene Deckung und drängte auf den Ausgleich. Das bot dem FC Kosova einige gute Möglichkeiten, die Adam Anil glänzend zu Nichte machte, oder aber die Stürmer diletantisch agierten. Die Partie blieb dadurch weiterhin auf des Messers Schneide. Zwei Minuten vor Spielende hatten die Aubinger dann schon den Torjubel auf den Lippen. Der Gästetorhüter parierte den Kopfball von Mark Weiss. Fast mit dem Schlusspfiff dann die endgültige Entscheidung. Einen Konterangriff brachten die Kosovaren im Aubinger Gehäuse zum alles entscheidenden und letztendlich verdienten 3:1 Endstand unter.
Diese Niederlage war zweifelsohne verdient, aber auch äußerst unglücklich, da bis kurz vor Schluss ein Punktgewinn möglich gewesen wäre. Aber letztendlich zählt das Ganze „hätt` i, kannt` i, dad` i, war`i“ nichts, sondern nur die Punkte. Und die fehlen derzeit eben. Auf der gezeigten Leistung lässt sich jedoch aufbauen. Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht um eine Eintagsfliege handelte. Aus einer geschlossen gut kämpfenden und ansatzweise auch schnell kombinierenden Mannschaft ragten neben Torhüter Anil Adam auch Philipp Berens, der seine Sache wirklich gut machte und der überragend spielende zweikampfstarke Kapitän Lukas Huber heraus. Nächste Woche spielt man beim Spitzenreiter in Planegg. Vielleicht gelingt da eine Überraschung.

1. und 2. Mannschaft: Bericht der ANZ vom 31.10.2011

geschrieben am 3. November 2011 von Hartmut Gerl

Abwärtstrend hält an

Koch-Elf verliert in Großhadern mit 2:6

Ein Blick auf die Tabelle der Bezirksliga Süd nach Abschluss der Vorrunde zeigt aus Aubinger Sicht Tristesse auf. Nach der grandiosen Herbstmeisterschaft des Vorjahres zieren die Grün-Weißen zum selben Zeitpunkt der Saison 2011/12 mit 15 Punkten das Tabellenende. Wobei man nicht ganz unten angekommen ist, sondern immerhin noch den Relegationsplatz, der zu den Spielen um den Klassenverbleib berechtigt, einnimmt. Die im Vorfeld befürchtete schwierige Spielzeit ist nun tatsächlich Realität geworden. Die lange Verletztenliste konnte einfach nicht adäquat kompensiert werden, so dass zumindest für das  Jahr 2012 noch Hoffnung auf Besserung besteht, wenn die Verletzten tatsächlich wieder mit an Bord sind. Doch bis dahin sind noch die Begegnungen gegen Oberweikertshofen, Phoenix München, Planegg und Grünwald zu absolvieren.
Am letzten Sonntag stand das Derby beim ebenfalls gebeutelten Bezirksoberligaabsteiger TSV Großhadern an. Lange Zeit konnte die Koch-Truppe das Spiel offen halten. In der 5. Minute gab es gleich die erste Chance für die Haderner. Tavernas Schuss ging knapp vorbei. Dann waren die Aubinger am Zug, hatten auch ihrerseits eine gute Möglichkeit, aber Daniel Koch verzog knapp. In der 10. Minute fiel das das 1:0 für Großhadern. Ein schnell vorgetragener Angriff landete wieder bei Taverna, der schön auf Haimerl spielte und dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss aus 14 Metern ins lange Eck ein. Das Spiel war sehr hektisch, aber die Schiedsrichterin leitete das Spiel, aus Sicht der Hausherren sehr souverän über die 90 Minuten. Die Aubinger vertreten hierzu allerdings eine andere Meinung. Dann hatten die Haderner in der 25. Minute Glück, als ein Schuss von Mehmet Oglu an die Latte klatschte. Fünf Minuten später hatte Hadern seine nächste Chance, aber der Schuss von Weber ging aus sechs Metern knapp vorbei. In der 40. Minute dann der Ausgleich, Maxi Müller setzte sich am Flügel durch und spielte in die Mitte zum freistehenden Marwane Gobitaka, der Torwart Moos ausspielte und zum 1:1 einschob. Ein Hoffnungsschimmer für die Grün-Weißen, der nur drei Minuten währte. Wie beim 1:0 setzten sich die Haderner durch, spielten Haimerl links frei und der wiederum schoss überlegt ins lange Eck zum 2:1 ein. In der 45. Minute folgte sogleich gleich der nächste Nackenschlag für die Aubinger. Ein Konterangriff über Weber, der zwei Aubinger stehen ließ, dann zum mitgelaufenen Taverna zurücklegte, der diese Hereingabe zum 3:1 Pausenstand verwertete.
Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Aubinger wieder zurück und hatten jetzt die beste Phase des Spiels. Daniel Koch gelang der Anschlusstreffer zum 2:3. Der Ausgleich lag nun im Bereich des Möglichen und wäre zu diesem Zeitpunkt nicht einmal unverdient gewesen. Jetzt hatten die Haderner Pech, den Webers Schuss aus 18 Metern ging an die Latte. Fünf Minuten später war es wieder Weber, der sich den Ball erkämpfte und seinen Schuss aus halbrechter Position konnte der Aubing-Torwart gerade noch mit den Füssen abwehren. In der 72. Minute dann das 4:2 für Großhadern. Der eingewechselte Foltz setzte sich am Flügel gegen zwei Spieler durch und spielte auf Ahmeti, der den Ball aus sechs Metern in die Maschen des Aubinger Tores schob. Mit diesem wichtigen Tor war der Willen der bis dahin tapfer kämpfenden Aubinger gebrochen. Die gelb-rote Karte für Alpai Mehmet Oglu nach 75. Minuten trug ihr Übriges zum Spiel bei, denn die Gäste zeigten jetzt leichte Auflösungserscheinungen. So passierte in der 82. Minute das 5:2 durch Weber, der einen Freistoß aus 16 Metern im Tor unterbrachte. Drei Minuten später dann das 6:2 durch Lassak, der nach einer Ecke aus sieben Metern den Ball unter die Latte knallte. Dies war auch zugleich der Endstand. Aubings 1. Vorsitzender Manfred Spannagl brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. „Momentan fällt es uns schwer mit unserer Verletzungsmisere in so einem Spiel noch zurück zu kommen. Den Spielern fehlt es an Erfahrung gegen einen solch kämpferischen Gegner.“
Die fehlt auch der Aubinger „Zweiten“, die sich im Heimspiel gegen die Aufsteiger ESV München 2 zwar redlich ambmühte, allerdings wieder einmal am eigenen Unvermögen, Tore zu erzielen, scheiterte. Dabei kamen die Gäste mehr als bieder daher, fanden sich Anfangs nicht zu Recht und hätten sich nach 10 Minuten nicht über einen Treffer beschweren dürfen. Doch Jan Vorholt traf den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Flo Niklas nicht richtig. In der 18. Minute hatten die Grün-Weißen dann Glück, als der schwache Schiedsrichter bei einem Zweikampf im Strafraum der Aubinger beide Augen zudrückte und nicht auf Elfmeter für die Gäste entschied.
So entwickelte sich eine mäßige Partie, in der die Gerl-Elf zwar ständig optisch überlegen, aber nicht zwingend war. Tim Schneider setzte nach 20 Minuten einen Freistoß aus 25 Metern nur denkbar knapp am Torwinkel des Gästetores vorbei. Es war schnell klar, dass hier wohl die Mannschaft den Platz als Sieger verlassen würde, die den ersten Treffer erzielt. Leider waren das nicht die Aubinger. Torhüter Anil Adam verhinderte in der 34. Minute mit einer Glanzparade den Rückstand, der dann im Nachschuss allerdings doch zustande kam. So rannte man wieder einem Rückstand hinterher.
Man tat dies, im Vergleich zur Vorwoche allerdings wesentlich engagierter. Tormöglichkeiten blieben jedoch aus, da die Gäste einen Abwehrriegel um den eigenen Sechzehner bildeten und die Bälle nur mehr nach vorne droschen. Lediglich Marc Weiss hätte berühmt werden können, als er nach 53 Minuten allein auf den Torhüter zusteuerte, dies aber nicht energisch genug tat, weil er dachte, Abseuíts gewesen zu sein. Der Irrglaube verhinderte einen präzisen Abschluss. Als der Schiedsrichter dann auch noch einen Gästeakteurs wegen Meckerns mit Gelb-Rot in die Dusche schickte und dabei wenig Fingerspitzengefühl zeigte, wurde Aubing noch drückender. Für die Gäste ergaben sich dadurch natürlich Möglichkeiten zum Konterspiel. Diese wurden jedoch nicht konsequent und präzise zu Ende gespielt, so dass es weiterhin spannend blieb.
Tim Schneider fand in Gästetorhüter David Vormann mit Distanzschüssen zwei Mal seinen Meister und Simon Kaltenbach beendete einen Konterangriff mit einem Foulspiel, das einer Notbremse gleich kam. Mit hängendem Kopf verließ der Aubinger nach der Roten Karte, die ihm der Schiedsrichter zeigte, den Rasen. Zwei Minuten vor Spielende schenkte der Schiedsrichter den Gästen dann noch einen Strafstoß, den diese eigentlich gar nicht mehr zum Sieg benötigt hätten, da die Aubinger an diesem Tag noch Stunden hätten spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Der Elfmeter landete aber trotzdem im Kasten der Grün-Weißen. Der Gästespielertrainer zimmerte in der letzten Minute noch einen Freistoß an den Torwinkel. Ein 3:0 wäre des Guten aber auch zu viel gewesen.
In jedem Fall gehen die Grün-Weißen nun schweren Zeiten entgegen, da noch die Partien gegen Kosova und Planegg ausstehen. Hier hängen die Trauben sehr hoch, noch dazu wo auch bei der Gerl-Elf Verletzte, Gesperrte und Urlauber zu verzeichnen sind. Doch die Toten zählt man bekanntlich erst nach der Schlacht und die ist erst am 24. und letzten Spieltag geschlagen. Langsam sollten die Grün-Weißen aber das Punkte sammeln beginnen.