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A-Jugend: SV Aubing – TSV Dachau 1865 2:1

„Wenn du solche Spiele gewinnst, dann …“

Mit diesem Halbsatz umschrieb nach dem Spiel der Trainer der Aubinger A-Junioren äusserst treffend den Verlauf des 3. Punktspiels dieser noch jungen Saison.
Tassos Kamtsiklis ist ein ruhiger Mann. Doch was seine Schützlinge in dieser immer spannenden, aber über die gesamte Spielzeit von beiden Mannschaften sehr zerfahren und hektisch geführten Partie insgesamt so ablieferten, ließ nicht nur Ihm oft die Haare zu Berge stehen.
Zu keinem Zeitpunkt fand die Truppe um Spielführer Henrik Eichner zu ihrem gewohnt sicherem Kombinationsspiel aus der Tiefe des Raumes heraus. Sichtlich beeindruckt durch das aggressive Gegenpressing des Gegners leistete man sich eine Unkonzentriertheit nach der anderen. Zirkulierte das Spielgerät in der Vorwärtsbewegung mal über einige Stationen halbwegs kontrolliert in den eigenen Reihen, schon lud man unversehens meist ohne jegliche Not die Gäste durch kapitale und unbegreifliche Abspielfehler zum fröhlichen Kontern ein.
Bis zur 34. Minute der ersten Halbzeit blieb das noch ohne zählbare Folgen. Doch dann nutzten die bis dahin punktlos gebliebenen Dachauer die nächste Einladung zum Knipsen ausgehend durch einen Patzer von Youngster Korbinian Jund auf der rechten Abwehrseite und zusätzlich unterstützt durch die allgemeine Inaktivität der Aubinger Innenverteidigung zu ihrem dritten Torerfolg in dieser Saison.
Absolut unnötig in der Entstehung und um so bitterer, da Neuzugang Alexander Berg nur 3 Minuten vorher durch einen gleich zweimal abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe für die nicht ganz unverdiente, aber dennoch glückliche Aubinger Führung gesorgt hatte.
Bis Ende der ersten Halbzeit dümpelte diese Begegnung, die wenig Ähnlichkeit mit einem Kreisliga-Fußballspiel hatte ohne weitere Glanzlichter niveaulos vor sich hin.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte der für den glücklos gebliebenen Onur Dönmez neu ins Spiel gebrachte Samuel Binchima frischen Wind in die Aubinger Angriffsbemühungen.
Die Kabinenpredigt des Aubinger Trainergespannes zur Halbzeitpause zeigte anscheinend Wirkung.
So blieb es auch Samu Binchima vorbehalten, die Vorarbeit zum Aubinger Führungstreffer in eindrucksvoller Weise zu leisten. Kampfstark eroberte er sich im linken Halbfeld das Leder, nutzte den entstandenen Raum vor sich, setzte sich mit seinem kraftvollen Antritt mühelos durch und legte den Ball von der Grundlinie am Fünfereck zurück in den Rücken der Dachauer Abwehr. Diese probateste Art und Weise um im Fußball Tore zu erzielen, nützte in dem nun entstandenen verwirrenden Getümmel der Aubinger Sturmtank Jasco Alispahic und drückte die Kugel aus kurzer Entfernung über die Torlinie. Na endlich, es geht doch!

Doch die Zerfahrenheit im Aubinger Spiel blieb bis zum Abfiff der Begegnung leider bestehen. Irgendwie hatte man das Spiel jetzt zwar einigermassen im Griff, ließ hinten nicht mehr viel anbrennen, aber verlor sich im Spiel nach vorne viel zu viel in unsinnigen Einzelaktionen. Anstatt den Ball und damit auch den Gegner laufen zu lassen, zog man es weiterhin vor, mit unsinnigen und uneffektiven Einzelaktionen dem geneigten Fußballkenner die Zornesröte ins Gesicht zu jagen. Zur 95. Minute hatte der Schiedsrichter endlich ein Einsehen und setzte diesem Gegurke endlich ein Ende.

Meinte man.
In befremdlicher Einigkeit beschlossen unmittelbar nach dem Schlusspfiff überflüssigerweise die Protagonisten dieser Begegnung sich noch spontan zur epilogischen Erweiterung des üblichen Sportlergrußes nach dem Spiel. Beiderseitig gratulierte man sich lautstark, körperbetont und unter Aufbietung der letzten noch vorhandenen Kräfte mit Einbezug der jeweiligen Mütter noch ausgiebigst zu seiner Herkunft und Geburt. Nichts passiert, aber auch nicht schön.

Naja, man wird sich steigern müssen. Das wissen die Jungs auch selber nur zu gut. Diese Spiele gibt es halt.
3 Punkte, Mund abputzen, weiter gehts! Keine Kritik. Ein nicht gutes Spiel einer absolut intakten und guten Mannschaft.
Am Donnerstag Abend Pokalspiel in Waldeck. Man wird sich gehörig steigern müssen.
Aber diese Truppe kann das. Hat sie auch schon bewiesen.

rupert jund

 
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